Trespass Journal

Wir werden besetzen

Hiermit informieren wir darüber, dass wir als selbstbestimmte Berliner*innen die Unvernunft von Leerstand in einer Stadt mit Wohnungsnot, Armut und Verdrängung nicht länger hinnehmen und uns in Zukunft Häuser nehmen werden. Wir fordern alle auf, ihre insgeheimen Träume vom profitfreien Wohnen wahr werden zu lassen. Wir fordern dazu auf, sich mit den Aktiven und den Nachbar*innen zu solidarisieren und die Logik von Miete und Wohneigentum abzulehnen.

Wir haben nichts zu verlieren, als unsere nächste Mieterhöhung.

Die Stadt der Reichen

Wir stellen uns gegen die Stadt der Reichen. In der Stadt der Reichen ist jede Wohnung, jeder Platz, jeder Park und auch die Moral auf diejenigen zugeschnitten, die den höchsten Preis bezahlen können. Die meisten Berliner*innen – so auch wir – sind aber nicht reich. Ganz im Gegenteil: Berlin hat von allen Bundesländern in Deutschland den höchsten Anstieg von Armut zu verzeichnen. Das hat unmittelbar mit dem „System Miete“ zu tun, dass Geld sehr effektiv von unten nach oben verteilt. Wir richten uns gegen die herrschenden, autoritären Bestrebungen in Wirtschaft und Politik, noch jeden Quadratzentimeter verwerten zu wollen. Diesen Alptraum verhindern zu wollen, hat nichts mit dem Groll auf Besserverdienende zu tun. Uns ist es schlicht zuwider, dass soziale Teilhabe vom Einkommen und der sozialen, wie kulturellen Herkunft abhängig ist. Arme, Obdachlose, Geflüchtete, Alte haben in der Stadt der Reichen keinen Platz.

Deshalb kämpfen wir für…

…Die Stadt von unten

Sie existiert bereits in vielen Köpfen und in Ansätzen schon in Kiezversammlungen, Kollektiven, solidarischen Ökonomien oder Nachbarschaftszentren. Hier wird entgegen der kapitalistischen Logik auf Probleme eingegangen und die Bedürfnisse ins Zentrum gestellt. Wir stehen ein für das Recht sich den Wohnort selbst auszusuchen und ihn gemeinsam mit der Nachbarschaft lebenswert zu gestalten. Sich zusammensetzen und widersetzen bedeutet aktiv für seine Bedürfnisse einzustehen und ist die soziale Alternative zu einer teuren Stadt, in der wir soviel arbeiten müssen, dass die Wohnung lediglich dem Schlaf dient und das Zusammenkommen mit Nachbar*innen und die Gestaltung des eigenen Kiezes in Zukunft unmöglich wird. Die Optionen Wegziehen oder Selbstverwertung bis zur sozialen Isolation sind die Wahl zwischen Pest und Cholera. Sich hingegen den solidarischen Konzepten von Stadt anzunehmen und für sie zu streiten, bedeutet sich noch nicht mit der Gentrifizierung abgefunden zu haben. Die Stadt von unten muss erkämpft werden, auch gegen die Gesetze, die den Eigentümer*innen und Chefs dienen.

Darum Besetzen!

Während wir keine Räume mehr für unkommerzielles Zusammenleben finden und gleichzeitig 1-Zimmerwohnungen für 700€ angeboten werden, stehen nebenan Grundstücke und Häuser aus spekulativen Gründen leer. Die Politik könnte Spekulant*innen enteignen. Aber warum sollte sie es tun, wo sie doch in der Verdrängung von armen Menschen eher die Verbesserung von Sozialstatistiken sieht, als die tragischen Geschichten dahinter? Das Instrument der Enteignung genau den Parteien zu überlassen, die diese Stadt bereits verkauft haben, ist für uns keine Option.

Aus diesen Gründen werden wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Wir werden uns dieses Frühjahr die Räume, die wir brauchen, selbst aneignen. Wir werden Häuser besetzen und uns einige Quadratmeter nehmen, um sie somit der Spekulation und der Logik des Eigentums zu entziehen. Wir gehen damit einen logischen Schritt hin zu einer selbstbestimmten Stadt von unten und hin zu einer Bevölkerung, die ihre Kieze und sozialen Räume selbst gestaltet.

via: https://besetzen.noblogs.org/wir-werden-besetzen/

Squatnet Communiqué

Hallo MitkämpferInnen und GenossInnen!

Wie euch sicher schon aufgefallen ist, macht der squat!net Server seit
geraumer Zeit Probleme. Die Hardware erreicht das Ende ihrer Lebenszeit,
die eingesetzte Software ist überholt und wir, als Kollektiv, sind kaum
in der Lage die Dienste am laufen zu halten.
Letzte Woche wurde eines der Mailpostfächer benutzt um große Mengen an
Spam zu versenden und die entstandene Last auf dem Server sowie Einträge
auf Spam-Blacklisten haben dazu geführt, dass Mails nur sehr langsam
oder gar nicht zugestellt wurden.
Das Problem haben wir inzwischen behoben, allerdings ist der Zustand
weiterhin der eines stinkenden, alten Punks ohne Zähne.

Um diese Aufgabe anzugehen, verlassen wir unser altes Zuhause und setzen
nomadisch unseren Weg als Squatter fort. Grosse Teile der Webseite haben
bereits ein neues Dach bei befreundeten Kollektiven und wir planen
dasselbe für Postfächer und Mailinglisten zu tun.
Wir halten euch dazu auf dem Laufenden, haben aber auch einige Fragen an
euch.

Viele der Postfächer auf dem Server werden nicht mehr benutzt und um zu
entscheiden welche wir löschen können wäre es wichtig für uns zu
wissen, ob ihr eure @squat.net Adresse noch braucht. Postfächer, die im
letzten Jahr nicht benutzt worden sind, werden wir löschen. Falls ihr
noch Personen oder Kollektive mit @squat.net Adresse kennt, die
möglicherweise betroffen sein könnten, sagt ihnen bitte Bescheid.

Außerdem freuen wir uns über jeden Hinweis von euch, welche Dienste auf
squat!net euch wichtig sind und was fehlt. Unserer Ansicht nach ist z.B.
der online Kalender Radar[1] in einem sehr guten Zustand und wir mögen
die aktuellen Nachrichten in mehreren Sprachen auf unseren Blogs[2]. Den
Webseiten für Squats sowie dem Maildienst geht es hingegen erbärmlich.

Ist euch das squat!net Mail und Webhosting für Squats wichtig, oder
sollten wir uns lieber auf Nachrichten und Kalender konzentrieren? Und
gibt es andere Dienste, die ihr wichtig für die Bewegung haltet? Lasst
es uns wissen!

Mit revolutionären Grüßen,

Squat!Net Tech Team

[1]: https://radar.squat.net
[2]: https://planet.squat.net

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Intersquat Block auf den Chaos und Diskussions Tagen in Berlin

Intersquat Block auf den Chaos und Diskussions Tagen in Berlin 10.5. – 13.5.2018

Ihr seid eingeladen zu einem Intersquat Block auf den Chaos und Diskussionstagen im Mai in Berlin. Wir wollen Raum bieten um uns im Rahmen der Chaos und Diskussionstage im Mai über Taktiken und Techniken auszutauschen, zu diskutieren und Infos weiterzugeben .
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Hambach!

Aufruf zur Verteidigung der Besetzung im Hambacher Wald
Seit fünf Jahren ist der Hambacher Wald besetzt. Menschen errichten hier Baumhäuser und verteidigen sie, um die Bäume auf denen sie leben zu beschützen. Nichts desto trotz rücken die Kohlebagger, Bullen und Secus immer näher. Weiterlesen ›

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Mapping the Movement: Die Erstellung von Karten von besetzten sozialen Zentren in Westeuropa

 

sqekmaps

(Download it in zine format here)

Einführung

Im Jahr 2013 kam eine Gruppe von Aktivist_innen zusammen, um die Geschichte der Berliner Hausbesetzer_innenbewegung digital und interaktiv abzubilden. Über das Konzept der Kartierung der Bewegung schreiben sie: „Da die Aneignung des urbanen Raumes das zentrale Thema der Hausbesetzer_innenbewegung ist, muss auch ihre Geschichte räumlich dargestellt werden.“ Ziel der Berliner Gruppe ist es, jene selbstverwalteten und kollektiven Räume“ sichtbar zu machen“, die sich in der Stadt fanden und finden, und die „Entwicklung und räumliche Ausdehnung der Bewegung“ nachvollziehbar machen.

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[Poland] Gericht verhängt Kaution für die Warschau 3. Eine Woche um Gelder zu sammeln

Im Mai wurden die Warschau 3 verhaftet und sitzen seitdem im Hochsicherheitsgefängnis mit sehr limitierten Kontakt zur Außenwelt ein. Aufgrund der neuen Anti-Terrorismus und antianarchistischen Gesetze müssen sie mit harten Strafen rechnen. Sie warten noch auf ihre Verhandlung.

Während der heutigen Gerichtsanhörung, aufgrund eingereichter Haftbeschwerde, wurde die Entscheidung getroffen, sie auf Kaution freizulassen. Eine Beitrag von 20.000 PLN (4600 Euro) Kaution wurde für jeden von ihnen festgelegt. Sollte das Geld, innerhalb einer Woche, bis zum 21. September eingezahlt sein, werden die Verhafteten entlassen und stattdessen unter Polizeiüberwachung gestellt.

60.000 PLN (13 800 euro) ist ein Vermögen für die Familien und Freundinnen der Verhafteten. Diesen Betrag innerhalb einer Woche zusammenbekommen scheint nicht möglich. Wenn ihr könnt, zeigt eure Unterstützung. Entweder finanziell, oder indem ihr den Spendensammelaufruf weiterleitet. Jeder Euro bringt uns näher, sie frei zu bekommen.

Aus der Haft zu kommen würde für die verhafteten Anarchisten das Ende der täglichen Folter bedeuten, die sie seit mehr als drei Monaten in ihrer Einzelhaft ausgesetzt sind. Wir können uns diese Chance nicht entgehen lassen!

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[Banc Expropiat] [BCN] WIR WERDEN ZUR “EL BANC” ZURÜCKKEHREN

WIR WERDEN ZUR “EL BANC” ZURÜCKKEHREN

Barcelona: 2 Kommuniqués von El Banc

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erhalten am 27.4.16 und übersetzt aus dem Englischen

TEXT 1 vom 23. Mai: WIR WERDEN ZUR “EL BANC” ZURÜCKKEHREN

Gestern, am 23. Mai, wurde nach mehr als 160 Tagen Widerstand “El Banc Expropiat” durch die katalanische Polizei geräumt (mehr als 100 während der ersten Kampagne, und 87 dieses Mal) Das erste Mal entschied das Rathaus, im Geheimen, über 65.000 Euro an den Eigentümer der Banc Manuel Bravo Solano zu zahlen, um ein weiteres Can Vies vor den Kommunalwahlen zu vermeiden. Nachdem dieses krumme Geschäft enthüllt wurde, rechtfertigte sich das Rathaus mit der Erklärung, dass die Banc eine wichtige “soziale Rolle” hat. Sie räumten dann ein, dass diese Miete bezahlt wurde, um den sozialen Frieden zu erhalten, weil sie wissen, dass die Räumung von El Banc alle Arten von Reaktionen mit sich bringen würde. Das ist gestern letztendlich passiert.

Erst einmal möchten wir uns für die ganze Solidarität bedanken, die uns erreicht hat. Eine Solidarität, die viele verschieden Formen angenommten hat und die auch eine Unterstützung anderer aktueller Kämpfe bedeutete.

Der gestrige Wutausbruch geschah nicht nur wegen der “El Banc”, es ist eine Folge der letzten Verhaftungen, Überfälle auf Squats und libertäre Räume sowie der Ermordung von Juan Andrés Benítez, die die Straflosigkeit für die Polizei offengelegt hat.

Wir verstehen, dasss einige NachbarInnen verärgert über die Situation sind, die das Viertel durchlebt  oder über die möglicherweisen erlittenen materiellen Schäden. Aber, wie wir es viele Male gesagt haben, werden wir die Banc auf jede erdenkliche Weise verteidigen.

Alle die den Polizeieinsatz gesehen haben, können die Gewalt attestieren, die er verursacht hat. Über 50 Leute endeten mit kaputten Köpfen, Knien, Händen oder Armen als Ergebnis ihrer Aktionen. Das ist ein weiterer Grund, zu bleiben wo wir sind und zu versuchen sich die Bank zurückzuholen.

Wir werden zur Bank zürückkehren!

TEXT 2: (VIERTER TAG) WAS VON JETZT AN TUN, UM EL BANC EXPROPIAT ZURÜCKZUGEWINNEN?

Diese Tage waren sehr anstrengend, weshalb wir Schwierigkeiten haben als Kollektiv Informationen zu unterbreiten. Im Rahmen unserer Kapazitäten, werden wir unsere Version über die Fakten der letzten Tage, wie auch unsere Meinung zu vielen Aspekten des aktuellen Konfliktes ergänzen.

Zunächst möchen wir allen Leuten danken, die sich von der Solidarität zum expliziten Engangement für das Projekt El Banc Expropiat bewegt haben.

Viele von euch fragen, auf welche Weise sie sich an diesem Kampf beteiligen können. Das reicht von NachbarInnen, die mit uns Kontakt aufnehmen, bis hin zu Leuten von anderswo. Manchmal schreiben Leute von so weit weg, wie das kämpferische Viertel Gamonal, in Burgos.

Hier einige Ideen für euch:

  • Führt alle Formen von Protest durch, um die Verantwortlichen für diesen Konflikt unter Druck zu setzen und die das Projekt El Banc Expropiat insgesamt oder die Ereignisse der letzten Tage in Vila de Gràcia sichtbarer werden lassen.
  • Hängt Banderolen, Transparente oder Poster zur Unterstützung der Bank Expropiat von euren Balkonen oder Fenstern.
  • Verbreitet die Informationen, die wir veröffentlichen mit euren Bezugsgruppen.
  • Beteiligt euch von eurem Balkon, eurem Fenster an Topfschlage- Aktionen, die ab 22 Uhr stattfinden, oder versammelt auch dafür auf den nächsten Platz
  • Sendet uns alle Informationen, Bildern und Videos, von denen ihr glaubt, dass sie wichtig für uns sein könnten.

Wer steht hinter der Räumung?

  • Catalunya Caixa: Diese gerettete Bank (jetzt übernommen von der BBVA) war die Eigentümerin der Räume, die wir besetzt haben. Wenn sie nicht mit dem juristischen Verfahren begonnen hätten , um uns zu räumen, würden wir wahrscheinlich heute nicht hier stehen.
  • Manuel Bravo Solano: Diese Einzelperson steht verantworlich hinter dem bestehenden obskuren Netzwerk von, der Spekulation verschriebener, Immobilienunternehmen. Dieses Netzwerk besitzt die Räume rechtskräftig. Unternehmen wie diese und Leute, wie er sind verantwortlich für den Gentrifizierungsprozess, den wir in Gràcia ausgesetzt sind.
  • Mossos d’Esquadra: Wir lassen uns nicht täuschen. Das gewalttätige Eingreifen der Polizei ist keine Antwort auf die gewaltätigen Aktionen von den protestierenden Leuten. Es wurde am zweiten Tag deutlich, dass das Ziel der Polizei nicht die Vermeidung von Unruhen ist, sondern uns stattdessen von der Wiedereröffnung von El Banc Expropiat abzuhalten. Wenn es uns gelingen sollte unsere Räume zu betreten, wird deutlich werden, dass die Störungen aufgrund der Räumungen und dem späteren Eingreifen der Mossos d’Esquadra stattfinden.
  • Die Regionalregierung von Katalonien: Die Regierung von Junts pel Sí (CDC and ERC) sind die politischen Verantwortlichen, die die Mossos d’Esquadra kommandieren. Wenn die Regionalregierung es haben willl, dass die Polizei ihre Kräfte abzieht, wären wir in der Lage die El Banc Expropiat wieder zu öffnen .
  • Medien: Diese Akteure hätten nicht die Macht, die sie haben, wenn die Medien nicht als Verstärker ihrer Meldungen agieren würden. Die Manipultion durch die Medien wurde in diesen Tagen ziemlich offensichtlich. Nicht nur weil altes Filmmaterial von Tumulten genutzt wurde, oder aufgrund der verzweifelte Versuche der JournalistInnen NachbarInnen zu finden, die schlecht über die El Banc Expropiat reden, sondern auch wegen des kompletten Verschweigens von Polizeigewalt, ungeachtet von Bildern, Videos und Zeugenaussagen, die in bedeutsamer Anzahl innerhalb sozialer Netzwerke kursieren. Die Tatsache, dass wir keine Pressekonferenzen veranstalten bedeutet nicht, dass die Presse keinen Zugang zur riesigen Menge Informationen besitzt, die viele der Lügen wiederlegen, die Individuen, wie Batlle oder Collboni [lokale FernsehjournalistInnen) verbreiten.

All diese Akteure tragen ihren Teil der Verantwortung im gegenwärtigen Konflikt und deshalb laden wir alle ein, ihre Rolle sichtbar werden zu lassen und Druck auszuüben, dass sie ihr Verhalten ändern.

Bleibt dran für mehr Informationen

26. Mai 2016
Vila de Gràcia

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Pressemitteilung der Rigaer94

Öffentliche Erklärung zur geleakten Polizeidatenbank über die Rigaer 94

Wie uns jetzt bekannt wurde, hat die von Nazis betriebene Web-Site http://blog.halle-leaks.de bereits am 23. Juni, also einen Tag nach Räumungsbeginn, interne Daten der Berliner Polizei veröffentlicht, die die
Rigaer Straße 94 betreffen.

Die Daten betreffen zahlreiche Personen, die offenbar von der Polizei in der Rigaer 94 festgestellt wurden, darunter Mieter und Gäste. Die veröffentlichten Screenshots beweisen zum einen, dass die Polizei eine
Datenbank angelegt hat, in der alle erfasst werden, die das Haus betreten. Zum anderen zeigt der Leak, dass es personelle Verknüpfungen der Einsatzkräfte mit organisierten Nazis gibt.

Wir sehen in der willkürlichen Datensammlung über das Haus und alle Personen, welche die Polizei-Checkpoints passieren, einen weitreichenden Eingriff in unser Leben, der sicherlich auch jeder rechtlichen Grundlage entbehrt.

Die Tatsache, dass Nazis bereits einen Tag nach Räumungsbeginn Zugriff auf persönliche, geheime Daten aus Polizeidatenbanken haben, bestätigt die These von engen Verknüpfungen zwischen Behörden und rechten Gruppen. Die Veröffentlichung ist eine Bedrohung für alle Personen, deren Daten veröffentlicht wurden.

Die Polizei ist nicht in der Lage und nicht Willens, für die Sicherheit der Bewohner_innen der Rigaer Straße zu sorgen. Die einzige Konsequenz aus dieser Erkenntnis, die jetzt unumgänglich ist, kann sein, dass sich die
Polizei sofort aus der Rigaer Straße zurückzieht. Sie müssen den von ihnen geplanten Räumungseinsatz abbrechen, so dass wir wieder die Möglichkeit haben, unser Haus gegen Angriffe zu schützen.

In der jüngsten Vergangenheit ist es hier im Friedrichshainer Nordkiez bereits mehrfach zu Bedrohungen und Angriffssituationen durch Nazis gekommen. Sehen Sie hierzu auch den Artikel auf
https://linksunten.indymedia.org/de/node/183669.

Auch die Tatsache, dass Polizist_innen sensible Informationen an Faschisten weitergeben, ist keine Neuheit. So gab es vergangenen Jahres einen Skandal
in Sachsen, als nach einer Polizeikontrolle bei Antifaschist_innen deren Daten durch Nazis veröffentlicht wurden.

30. Juni

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